Unsere Jugendcamps
Durch den Einsatz von erlebnisbasierten Aktivitäten wie Outdoor-Abenteuern, Gruppenspielen und kreativen Projekten wird den Kindern ermöglicht, ihre Ängste und Belastungen zu verarbeiten und ihre sozialen und emotionalen Fähigkeiten zu stärken. Solche Aktivitäten fördern das Vertrauen, die Selbstwirksamkeit und den Aufbau positiver Beziehungen zu anderen Kindern und Betreuungspersonen. Die Erlebnispädagogik bietet einen geschützten Raum, in dem die Kinder lernen können, mit ihren Traumata umzugehen und ihre individuellen Stärken zu entdecken.
Unser Ziel war es, die Resilienz der Jugendlichen durch Erlebnispädagogik zu stärken und ihnen zu ermöglichen, die Welt mit anderen Augen zu sehen – weg von Hass und Gewalt, hin zu Vielfalt und Frieden. Dies haben wir versucht, durch gemeinsames Erleben, Kommunikation, Sport, Natur und Musik zu erreichen. Dabei war es unser Anliegen, untereinander Beziehungen aufzubauen und diese nachhaltig aufrechtzuerhalten.
Wir alle durften gemeinsam erleben, dass, wenn die Situation und die Rahmenbedingungen stimmen, insbesondere Kinder und Jugendliche sowohl das Potenzial als auch den Willen haben, positiv miteinander umzugehen. Schon am ersten Tag, als die Jugendlichen sich spielerisch kennengelernt haben, konnten wir feststellen, wie groß ihr Interesse füreinander ist. Sie wollten wissen, woher die anderen kommen, welche Esskulturen es gibt, wie hoch die Häuser in anderen Ländern sind usw.
Ob beim Fußballspielen, im Zimmer oder im Wald – sie haben untereinander Beziehungen aufgebaut und gezeigt, wie unkompliziert die Welt ohne Krieg sein kann.
Unser Ziel ist es, mit dieser Gruppe nachhaltig weiterzuarbeiten, zum Beispiel durch monatliche Ausflüge, musikalische Aktivitäten oder andere gemeinsame Projekte, um den Kontakt zu halten und sie auf ihrem Weg zu begleiten.
Ablauf der Jugendarbeit
Hintergrund
Die Situation jugendlicher Geflüchtete, Traumatische Erfahrungen und ihre Auswirkungen auf die psychische GesundheitVertrauensaufbaus
Erlebnispädagogik
Ein wirksamer Ansatz zur Trauma Bewältigung, Förderung von Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit, Förderung der sozialen Interaktion
Jugendcamps als therapeutische Umgebung
Schaffung eines sicheren und unterstützenden Rahmens, Integration von kulturellen Aktivitäten und interkulturellem Austausch, Stärkung von Lebenskompetenzen und Bewältigungsstrategien
Ziele der Erlebnispädagogik und Jugendcamps für traumatisierte Jugendliche
Traumata verarbeiten und psychische Stabilität wiedererlangen, Förderung von Selbstfürsorge und Resilienz, Integration in die Gesellschaft und Förderung der interkulturellen Kommunikation
Erfolg und Herausforderungen
Erlebnispädagogik und Jugendcamps bieten jugendlichen Geflüchtete, die unter traumatischen Erfahrungen leiden, eine einzigartige Möglichkeit zur Heilung und Integration. Durch die Förderung von Selbstvertrauen, sozialer Interaktion und interkulturellem Austausch hat Jugendcamp dazu beigetragen, die psychische Gesundheit der Jugendlichen zu verbessern und sie auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen und erfüllten Leben zu unterstützen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es wichtig ist, solche Programme weiterhin zu entwickeln, zu verbessern und auszuweiten, um den Bedürfnissen dieser vulnerablen Gruppe gerecht zu werden.